Atheismus-Debatten in den USA: Psychologie des Unglaubens

Seit ewigen Zeiten streiten Philosophen und Theologen, Christen und Atheisten über die Frage nach der Existenz Gottes. Gibt es ihn oder gibt es ihn nicht? Ist das Universum seine Schöpfung, oder hat es sich allein aus sich selbst entwickelt? Der Argumente für oder gegen die Existenz Gottes gibt es unendlich viele. In der Vergangenheit wurde von Philosophen und Theologen meist die Logik zur Beweisführung eingesetzt. Aber mit ihr konnte man sowohl die Existenz als auch die Nicht-Existenz Gottes beweisen. Beginnend mit Darwin und der Entdeckung der Evolutionstheorie bis zu Erkenntnissen der modernen Hirnforschung hat sich eine neue Qualität der Argumentation durchgesetzt: die auf naturwissenschaftlicher Basis beruhende Argumentation. Doch auch sie, wie alle anderen Methoden vorher, hat nicht zu einem endgültigen Beweis geführt und konnte den Streit nicht beilegen, sonst würde er nicht bis heute andauern.

In den USA, dem religiösesten unter allen westlichen Ländern, wird die Frage nach Gott mit besonderer Leidenschaft diskutiert. Seit etwa zehn Jahren gibt es das Phänomen eines Kreuzzugs der Atheisten. Prominente bekennende Atheisten propagieren vor großen Zuhörermassen meist an amerikanischen Universitäten ihre Lehre von der Nicht-Existenz Gottes und der Gefährlichkeit von Religion. Die Veranstaltungen finden statt im Rahmen von Diskussionsforen, in denen nach amerikanischer Tradition auch die Gegenseite repräsentiert ist, d.h. die Vertreter religiöser Weltanschauungen. Die meist jungen Zuhörer verfolgen mit Interesse die Gegenüberstellung der Argumente und werden am Ende oft befragt, welche Seite die besseren Argumente gehabt hat. Also ähnlich wie bei einem Spiel will man wissen, wer denn nun gewonnen hat. Das hat dazu geführt, dass z.B. der bekannte Evolutionist Richard Dawkins es ablehnt, an einem Streitgespräch teilzunehmen, an dem auch der Philosoph und Theologe Professor William Craig beteiligt ist. Der nämlich ging aus allen bisherigen Diskussionen dank klarer Gedankenführung und rhetorischer Überlegenheit als Sieger hervor. Dawkins wollte sich wohl eine Niederlage ersparen. Die Resonanz solcher Veranstaltungen wird gesteigert durch Videoaufzeichnungen, die noch jahrelang im Internet angesehen werden können.

Die heutigen Atheisten stehen alle noch mehr oder weniger in der Tradition ihrer berühmten Vorgänger Feuerbach, Marx und Freud. Außerdem aber stützen sie sich wesentlich auf Darwin und die Erkenntnisse der Evolutions-Theorie. Feuerbach, Marx und Freud wollten den Glauben an Gott als Wunschdenken erklären. Jedoch ergibt dies einen Sinn, ist das glaubwürdig? Warum sollte sich der Mensch einen Gott wünschen, der ihm mit strengen Geboten einen moralischen Lebenslauf auferlegt und damit droht, Verstoße gegen ihn und seine Gebote mit ewiger Verdammung zu bestrafen. Wenn Gott das Produkt von Wunschdenken wäre, müsste er dann nicht ein moderner, liberaler Gott sein, der Untaten duldet und Unmoral problemlos verzeiht? Also erscheint diese „Wunschdenk- und Opium-fürs-einfache-Volk-Theorie“ doch nicht sehr überzeugend. Dennoch hat sich in den letzten Jahren eine Reihe Atheisten lauthals zu Wort gemeldet, die durchaus noch in der Tradition von Feuerbach, Marx, Freud Religion als Wunschvorstellung von Menschen erklären, die zu feige sind sich der Wahrheit zu stellen, d.h. einer Realität, in dem das Leben des Menschen keinen transzendenten Sinn hat und sein Tod wie der eines Tieres ein absolutes Ende bedeutet. Dank der modernen Medien, vor allem des Internets, haben diese Atheisten eine weit größere Resonanz als ihre Vorgänger. Allerdings werden ihre Attacken auf das Christentum nicht nur defensiv beantwortet, sondern sie lösen Gegenattacken aus. Christliche Apologeten drehen den Spieß um und fragen nun ihrerseits nach den Ursachen des Atheismus. Sie entdecken sie in der Psyche der sich stolz zum Atheismus Bekennenden. Sie halten ihnen vor, dass ihr Hauptbeweismittel, nämlich die Evolutionstheorie, nicht Wissenschaft sei, sondern ein Glaube, dem sie deswegen so leidenschaftlich anhingen, weil er die Möglichkeit eines Schöpfers ausschließt. Wenn der Philosoph und Darwinist Daniel C. Dennet in Darwins Dangerous Idea: Evolution and the Meaning of Life (1995) sich nicht genug wundern kann über das unstillbare menschliche Verlangen nach einem Gott, so muss er sich z.B. von der streitbaren Ann Coulter in Godless: The Church of Liberalism (2007) fragen lassen, woher nur der unbezwingbare Wunsch der Darwinisten stammt, an Makroevolution zu glauben, für die es noch weniger Beweise gäbe. So ist also die ewige Frage – geht der Glaube dem Beweis voraus oder begründet der Beweis erst den Glauben – aus konservativer Perspektive zugunsten der Priorität des Glaubens beantwortet.

Vor allem der in Indien geborene aber schon lange in den USA lebende Dinesh D’Souza hat eine psychologische Erklärung für die geistige Verfassung von führenden Atheisten geliefert. In seinem Buch 2007 erschienenen Buch What’s So Great About Christianity zitiert er dazu eine Sammlung entlarvender Aussagen von Atheisten (S. 267).

So z.B. H.L. Mencken, einer der bedeutendsten amerikanischen Journalisten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, über die Möglichkeit, dass es Gott gibt: „Ich persönlich neige dazu, zu hoffen, dass es nicht so ist“. („My private inclination is to hope that it is not so.“)

Oder Victor Stenger, im August 2014 verstorbener amerikanischer Physiker und atheistischer Aktivist: „Falls Gott existiert, möchte ich persönlich nichts mit ihm zu tun haben.“(„If God does exist, I personally want nothing to do with him.“)

Thomas Nagel, 1937 in Belgrad geborener amerikanischer Philosoph: „Ich will, dass Atheismus wahr ist. Es ist nicht so, dass ich nicht nur nicht an Gott glaube… ich will nicht, dass es einen Gott gibt.“ („I want atheism to be true. It isn’t just that I don’t believe in God… I don’t want there to be a God.“)

Die Zitate zeigen: Nicht die Evidenz für die Existenz Gottes wird hier vermisst. Gott ist schlicht und einfach unerwünscht. Der Vorwurf des Wunschdenkens, den Atheisten den Gottgläubigen machen, wendet sich damit gegen sie selber.

Ironisch ist, dass Atheisten gern mit moralischer Entrüstung von dem biblischen, grausamen Gott des Alten Testaments sprechen, der sein erwähltes Volk zur totalen Vernichtung von Nachbarvölkern auffordert, zu Frauen und Kindermord. Wenn es ihn doch laut Atheisten nicht gibt, muss man sich wundern, dass sie sich über den nicht existierenden Gott so erregen. Wie kann man sich über etwas ärgern, das nur eine Fiktion ist? Wer regt sich über den Teufel in Goethes Faust so auf wie der 1967 geborene Neurowissenschaftler und prominente atheistische Debattenredner Sam Harris sich über den Gott der Bibel erregt? Oder glaubt Harris heimlich – oder unbewusst – an Gott und es gefällt ihm lediglich nicht, was dieser von ihm erwartet?

Was sind aber die Motive für den Wunsch, es möge keinen Gott geben? Darwin sagte, es sei die christliche Vorstellung von einer ewigen Verdammung, die er nicht ertragen könne. Man darf vermuten, dass viele Menschen im aufgeklärten, toleranten Europa den Gedanken an ‚Strafe‘ nicht mögen. Selbst im Justizsystem wird kaum noch von Strafe gesprochen, sondern lieber von Rehabilitation. Aber die weniger ‚aufgeklärten‘ Menschen in der ganzen Welt, die sich zu einer Religion bekennen – und das ist die überwältigende Mehrheit, nämlich Buddhisten, Hindus, Muslime, gläubige Christen, Amerikaner – sie alle glauben an die Berechtigung von Strafe. Diese überwältigende Mehrheit der Menschen auf der Welt glaubt an so etwas wie eine kosmische Gerechtigkeit, d.h. dass jede böse Tat gebüßt werden müsse, und wenn schon nicht in diesem Leben, dann aber spätestens in einem Leben nach dem Tod. So wird z. B. in der Reinkarnationslehre als Strafe der Böse als niedriges Tier wiedergeboren.

Im Unterschied zur Auffassung der meisten Philosophen der Vergangenheit bestreiten die Atheisten, dass der Mensch einen freien Willen habe. Christen glauben, der Mensch sei von Gott mit einem freien Willen geschaffen worden. Dieser Wille sei so frei, dass Gott dem Menschen sogar erlaube, sich mit seinem freien Willen gegen die Autorität Gottes zu entscheiden. Symbolisch dargestellt ist dies im Mythos von Adam und Eva. Der Verführung nachgebend, entscheiden sich die beiden gegen den Willen Gottes und fühlen sich danach schuldig. Diese Schuld ist das, was das Christentum „Sünde“ genannt hat, die seit Anbeginn die Menschheit belastet und für die Gläubigen erst durch Jesu Kreuzestod gesühnt wurde. In seinem Leben sieht sich der moderne Mensch immer wieder konfrontiert mit moralischen Problemen. Der Christ hat sich dafür entschieden, die biblischen Zehn Gebote als moralische Richtschnur zu akzeptieren, was nicht bedeutet, dass es ihm immer gelingt, ihnen zu folgen.

Atheisten haben ebenfalls einen freien Willen, auch wenn sie es nicht glauben. Sie haben sich aus freiem Willen gegen Gott entschieden. Es klingt sehr nach Ausrede, den Menschen evolutionär lediglich als höher entwickeltes Tier zu definieren, das instinktgetrieben lebt und keine freien Willensentscheidungen trifft. Natürlich hat der Atheist die Freiheit, sich gegen Gott zu entscheiden, indem er seine Existenz bestreitet. Aber er muss damit rechnen, sagen die Christen, dass Gott sich dann auch gegen ihn entscheidet und ihm droht, was Darwin die „ewige Verdammnis“ nennt. Wer den Gedanken an die ewige Verdammnis nicht erträgt, obwohl er nicht an sie glaubt, macht sich nicht nur der Unlogik schuldig, er gibt damit auch zu verstehen, dass er etwas fürchtet, was er sich selbst einbrockt. Vermeiden ließe sich die Strafe durch ein Leben im Rahmen der Gebote. Das wäre in der Tat ein eingeschränktes Leben, in dem nicht alles erlaubt ist und vieles verboten ist. Ein solch eingeschränktes Leben zu führen, sind Atheisten anscheinend nicht bereit. Nun ist allerdings die Zahl der bekennenden Atheisten, gemessen an der Gesamtbevölkerung der Erde, verschwindend gering. Man würde sie ignorieren, wenn sie nicht so viel Aufhebens von sich und ihrem Kreuzzug zur Bekehrung der Menschen zum Atheismus machen würden.

Es gibt Atheisten, die ihren Nihilismus und die daraus resultierende Verzweiflung über die Sinnlosigkeit des Lebens mutig, stolz und heroisch ertragen, wobei sie aber ihren Heroismus beinahe masochistisch genießen, glauben sie doch, dass er ihnen eine ganz besondere Würde verleiht. Gottfried Benn gehört dazu. Aber zu seinen Gunsten lässt sich sagen, dass er seiner verzweifelten Lebensstimmung großartige Gedichte abgerungen hat. Man kann diese Gedichte nicht nur wegen ihrer Formvollendung schätzen, sondern auch als erschütternder Ausdruck eines unglücklichen Lebens. Wahrscheinlich war auch Nietzsche solch ein Mensch. Dass er 20 Jahre seines Lebens in geistiger Umnachtung verbringen musste, verursacht durch aus Geschlechtskrankheit resultierender Paralyse, war vielleicht eine Gnade. Genies wie Benn und Nietzsche kann man bewundern und muss sie doch gleichzeitig bedauern, weil sie ein so deprimierendes Leben hatten.

Wie aber steht’s mit den weniger oder überhaupt nicht genialen Atheisten vom Schlage Richard Dawkins, Frank Harris und Christopher Hitchins, die ihren Atheismus richtiggehend zu genießen scheinen und munter an vielen Universitäten und andern Orten in den Vereinigten Staaten ihre später im Internet auftauchenden Debatten produzieren, um den noch religiösen Menschen ihre Verblendung zu beweisen und der Mehrheit der Gleichgültigen (d.h. denjenigen, die Atheisten sind, ohne es zu wissen) die Legimitation für ihre Gleichgültigkeit zu liefern. Man fragt sich, warum sie so leidenschaftlich für ihre ‚Religion‘ werben und andere dazu überreden wollen, dass Leben keinen Sinn habe, dass mit dem Tod alles aus sei und Hoffnung und Glaube nur Illusion seien. Glauben sie ein solches Jammertal leichter ertragen zu können, wenn mehr Menschen es mit ihnen teilen? Es muss für die paar Atheisten frustrierend sein, zu wissen, dass es die Idee des Atheismus als Leugnung Gottes nicht nur seit den Griechen, sondern wahrscheinlich schon seit Anfang der Menschheit gegeben hat, dass sie sich aber in Jahrtausenden noch immer nicht hat durchsetzen können.

Von Aldous Huxley, dem Schriftsteller und Bruder des atheistischen Evolutionswissenschaftler Julian Huxley, stammt ein aufschlussreiches Bekenntnis: „Ich hatte ein Motiv dafür, nicht zu wünschen, dass die Welt eine Bedeutung habe; infolgedessen nahm ich an, dass sie keine hatte und war dadurch in der Lage, ohne Schwierigkeit einen befriedigenden Grund für diese Annahme zu finden…Für mich selbst, wie zweifellos für die meisten meiner Zeitgenossen, war die Philosophie der Bedeutungslosigkeit wesentlich ein Instrument der Befreiung, sexuell und politisch… Die Befreiung, nach der wir uns sehnten… war Befreiung von einem bestimmten moralischen System. Wir wandten uns gegen die Moral , weil sie unserer sexuellen Freiheit im Wege stand. (Ends and Means (1937), S. 270). Befreiung ist ein Zentralbegriff des Atheismus. Befreien wollten sich Huxleys Gesinnungsgenossen von politischen und ökonomischen Zwangen, aber auch und vor allem von einem biblisch begründeten Moralsystem. Laut christlicher Auffassung wurde dieses Moralsystem gestiftet von Gott. Also gelingt die Befreiung am besten, man schafft diesen Gott einfach ab, leugnet seine Existenz und muss sich dann nicht mehr seiner einengenden Autorität unterwerfen. Aber wie wird die Freiheit von moralischen Zwängen erreicht? Hier bietet sich die Evolutionstheorie als Vehikel an. Evolution ermöglicht den Glauben, dass der Mensch sich nicht wesentlich vom Tier unterscheidet, keinen Sonderstatus im Universum hat, nicht in Ebenbildlichkeit zu Gott von Gott geschaffen ist, sondern lediglich ein etwas weiter entwickeltes Tier ist. Tiere haben keinen freien Willen, keinen Sinn für Moral, sie kennen nicht Gut und Böse. Leben hat keine Bedeutung für sie, sie leben einfach instinktiv gesteuert. Welche Erleichterung! Der Mensch als Tier in einem Universum ohne jeglichen Sinn hat sich vom Gewissen befreit, ist wie ein Tier jenseits von Gut und Böse, braucht sich keinem Schöpfer gegenüber zu verantworten, und wenn das Leben Bedeutung haben soll, dann muss er diese selbst konstruieren.

Religion erscheint nicht nur als Feind der Freiheit, sie wird auch gesehen als Spielverderberin in Hinsicht auf Lebensgenuss im Allgemeinen und freizügigeren sexuellen Lebensstil im Besonderen. Als Beweise bringt D’Souza folgende Zitate des britischen Philosophen Bertrand Russel und des Autors und Journalisten Christopher Hitchens. Bertrand Russel: „Der schlimmste Charakterzug der christlichen Religion ist ihre Haltung zur Sexualität.“ („The worst feature of the Christian religion is its attitude toward sex.“) Christopher Hitchens: „Die Trennung von sexuellem Leben und Angst kann nun endlich in Angriff genommen werden unter der alleinigen Bedingung, dass wir jegliche Religion aus der Diskussion verbannen.“(„The divorce between the sexual life and fear can now at last be attempted on the sole condition that we banish all religions from the discourse.“) Man darf aus den Zitaten schließen, dass, wenn ein Atheist komplizierte ‚wissenschaftliche‘ Gründe für die Nichtexistenz Gottes gibt, er letztlich Gott abschaffen will, weil der ihm den Spaß am ungehemmten Sexleben verdirbt. Philipp Möller, Pressereferent der Giordano-Bruno-Stiftung, im Interview mit Roger Willemsen: „Religionsfreiheit heißt, ich bin befreit von der Vorstellung einer höheren, strafenden Macht.“ (Zeit-Magazin, Jg.2009,23) Laut christlicher Auffassung straft Gott nicht beliebig, sondern straft die Übertretung seiner Gebote. Welche Gebote sind es wohl, gegen die Möller verstoßen möchte ohne die Angst vor „einer höheren strafenden Macht“? Um Strafe zu vermeiden, müsste er lediglich nicht gegen die Gebote verstoßen. D’Souza, S. 274: “ Kein Wunder, dass heute eine ganze Generation junger Leute gegen das Christentum rebelliert wegen seiner Haltung gegenüber außerehelichem Sex, Empfängnisverhütung, Abtreibung, Homosexualität und Ehescheidung.“ Die sogenannte Rebellion gegen Gott entlarvt sich nicht primär als eine intellektuelle Rebellion, sondern als eine emotionale Rebellion von unreifen Menschen. Unreife gehört zur Jugendphase und müsste mit deren Ende in Reife übergehen. Das geschieht aber nicht bei allen Menschen. Viele verharren in der Phase, in der sie ihren Lebensstil frei und ungehemmt praktizieren. Sie hoffen, dass sie nie dafür werden bezahlen müssen Aber zu diesem Zweck müssen sie sich erst überzeugen lassen, dass ihr Lebensende ein absolutes Ende ist. Es könnte eine Selbsttäuschung sein, die sie teuer zu stehen bekommt.

Prominente Atheisten wie der zweimal geschiedene Richard Dawkins und der ebenfalls zweimal geschiedene – und gelegentlich homosexuell geneigte – Christopher Hitchens liefern die intellektuellen Argumente für die Nicht-Existenz Gottes. Aber im Licht der obigen Zitate erscheint die Argumentation als der Versuch, eine Ausrede und Rechtfertigung zu finden für ein Leben, das sich nicht durch religiöse Moralvorstellungen und Schuldgefühle den Spaß verderben lassen will. Und so behaupten die Gegner der Atheisten: Nicht die Religion ist das Opium für das Volk, sondern der Atheismus. Es anästhetisiert die Menschen moralisch und versucht die Gewissensbisse zu unterdrücken, die Menschen trotz aller Verdrängungsversuche manchmal haben.

Literatur:

Ann Coulter, Godless: The Church of Liberalism (2007)

William Lane Craig, Reasonable Faith: Christian Truth and Apologetics (2008)

William Lane Craig, Defending Your Faith with Reason and Precision (2010)

Richard Dawkins, The God Delusion (2006)

Daniel D. Dennet, Darwin’s Dangerous Idea: Evolution and the Meaning of Life (1995)

Dinesh D’Souza, What’s So Great About Christianity (2007)

Sam Harris, The End of Faith (2004)

Christopher Hitchens, God Is Not Great (2007)

Adous Huxley, Ends and Means (1937)

Victor Stengel, God: The Failed Hypothesis ((2007)

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